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Archivierter Eintrag vom 28.11.2009 in der Rubrik » Blog

Wahrnehmungsfehler, Obamas Secret Service

Personenschutz ist die Gewährleistung der persönlichen Sicherheit einer schutzwürdigen Person (Schutzperson) vor Angriffen (Entführung, Attentat etc.) durch Dritte.

Personenschützer (Leibwächter) arbeiten sowohl im privatwirtschaftlichen Sicherheitsdienst wie im öffentlichen Dienst wie z. B. bei der Polizei. Sie sind zumeist mit Schusswaffen und Kommunikationsmitteln ausgestattet und im Nahkampf ausgebildet. Hochgefährdete Schutzpersonen erhalten Personenschutz von mehreren Personenschützern. Die klassische Taktik eines Schutzes ist das Schutzkreuz, das ist eine Karo-artige Anordnung der Personenschützer um die Schutzperson. Personenschützer arbeiten häufig in ziviler Kleidung. Sie bewegen sich meist auf Tuchfühlung mit der Schutzperson. Sind mehrere Personenschützer tätig, sind sie auch im persönlichen Umfeld der Schutzperson tätig. Die Hauptaufgabe ist das rechtzeitige Erkennen und Verhindern von Gefahren für die Schutzperson. Dabei achtet man besonders auf auffälliges Verhalten von Personen, ungewöhnliches Äußeres, sowie markante Gegenstände und Abläufe.

Eines der Hauptklischees ist, dass Personenschützer muskelbepackte Menschen sind, die auffällig hinter der Schutzperson herlaufen und diese bei Bedarf aus einer Gefahrensituation herauszuprügeln. Die Realität sieht glücklicherweise anders aus: Der Personenschützer sollte in das Umfeld der Schutzperson hineinpassen. Ein Außenstehender sollte den Personenschützer nicht auf der ersten Blick erkennen. Ein professioneller Personenschützer zeichnet sich durch eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, körperliche Belastbarkeit (ohne ein “Kleiderschrank” sein zu müssen), fundierte
Kenntnisse in der waffenlosen Selbstverteidigung, exzellenten Umgangsformen, Wandlungsfähigkeit (um sich auch äußerlich dem Umfeld der Schutzperson anzupassen), gute Fremdsprachenkenntnisse und eine fundierte Allgemeinbildung. Ferner sollte er über organisatorische Fähigkeiten verfügen und ein sicherer Autofahrer sein.

Wahrnehmungsfehler von Personenschützern u. Obamas Secret Service:
Der Halo-Effekt (oder Hofeffekt) ist ein Beurteilungs- bzw. Wahrnehmungsfehler. Einzelne Eigenschaften einer Person erzeugen einen Gesamteindruck, der die Wahrnehmung weiterer Eigenschaften der beurteilten Person „überstrahlt“. Vom Halo-Effekt wird gesprochen, wenn die Leistung während der gesamten Dauer der Beobachtung z. B. auch u. U. verdeckt vorhanden ist.


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