Personal Assistant Services
ZWECKWERK ® Tim Lotze
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Personal Assistant Services, Erste Deutsche Designdebatte 2003
Auftraggeber: Rat für Formgebung (German Design Council)
Auftragsart: Organisation, VIP Betreuung, Fahrdienst, Persönlicher Assistent / Personal Assistant / Assistance Services.
Location: Paulskirche Frankfurt am Main
Details: Einsatzfahrzeug für Fahrdienste: Landrover Defender 110SW.
betreute VIP`S: Rezzo Schlauch / Parl. Staatssekretär a.D.
Peter Schreyer/Chefdesigner VW u. Ehrendoktor des Londoner Royal College of Art.Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Rat für Formgebung am 05. Juni 2003 fand in der Frankfurter Paulskirche die erste deutsche Designdebatte statt. Redner waren Rolf Fehlbaum, Konstantin Grcic, Dieter Rams, Herbert H. Schultes, Erik Spiekermann, Peter Schreyer und Bazon Brock.
Ausgangspunkt der Geschichte des Rat für Formgebung ist die New Yorker Exportmesse 1949. Dort hagelte es für die Gestaltung der dort gezeigten deutschen Nachkriegsprodukte derart schlechte Kritiken, dass sich der Deutsche Bundestag auf Vorschlag der SPD-Fraktion entschloss, einen unabhängigen „Rat für Formentwicklung“ ins Leben zu rufen. Dieser wurde dann 1953 unter dem Namen Rat für Formgebung als Stiftung mit dem expliziten Auftrag gegründet, die deutsche Wirtschaft bei der Implementierung von Design als Wirtschafts- und Kulturfaktor zu unterstützen. Diese Aufgabe nimmt der Rat seit über 50 Jahren unter anderem in Form von Ausstellungen, Wettbewerben, Konferenzen, Publikationen und Strategieberatungen wahr. Eine der ersten Aktivitäten des Rates war die Konzeption des deutschen Austellungsbeitrages auf der zehnten Mailänder Triennale, dessen Architekt Egon Eiermann war. 1957 veranstaltete der Rat unter dem Motto „Gute Formen schaffen und verbreiten“ erstmals einen eigenen Designkongress. Auch in den folgenden Jahren wurden sowohl Designkongresse und -ausstellungen im Ausland unterstützt, als auch eigene Veranstaltungen durchgeführt. 1962 konzipierte der Rat erstmals eine eigene Wanderausstellung unter dem Namen „Formgebung in Deutschland“, die in verschiedenen schwedischen Museen gezeigt wurde. 1969 erfolgte erstmals die Vergabe des Bundespreises „Gute Form“, der seit 2002 unter dem Namen „Designpreis der Bundesrepublik Deutschland“ vergeben wird. 1972 erschien erstmals in Kooperation mit Deutschen Industrie- und Handelstag ein Pressedienst namens „Design Report“, der interessierte Journalisten mit aktuellen Entwicklungen und Tendenzen in der Formgebung vertraut machte . Seit 1987 erscheint der “Design Report” als Zeitschrift, mittlerweile im Konradin Verlag. Seit 1992 wird der „Bundespreis Produktdesign“ und seit 1993 auch der Bundespreis „Förderer des Designs“ vergeben. Beide wurden inzwischen zum jährlich verliehenen Designpreis der Bundesrepublik Deutschland verschmolzen. Aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens veranstaltete der Rat am 5. Juni 2003 in der Frankfurter Paulskirche die „Erste deutsche Designdebatte“.
Chronik des Rat für Formgebung (Auszug)
1950 Antrag der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Gründung eines „nichtbeamteten Rat für Formentwicklung”.
1953 Gründung des Rat für Formgebung auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
05. Juni 1953 Eintragung ins Hessische Stiftungsregister.
1954-1962 Staatssekretär a.D. Dr. Eduard Schalfejew (Präsident).
1954-1966 Mia Seeger (Geschäftsführerin).
1954 X. Mailänder Triennale, Konzeption und Präsentation des offiziellen deutschen Ausstellungsbeitrages, Architektur: Prof. Egon Eiermann.
1957 XI. Mailänder Triennale, Konzeption und Präsentation des offiziellen deutschen Ausstellungsbeitrages. 14.-21. September 1957 Internationaler Design Kongress/Internationaler Kongress für Formgebung, Darmstadt und Berlin: „Gute Formen schaffen und verbreiten”.
1958 „Twentieth Century Design in Europe and America”, Ausstellung in Indien, Consulting für eine internationale Ausstellung des Museum of Modern Art.
1959 Bereitstellung des deutschen Beitrages für die Ausstellung im Bon Marché Warenhaus, Brüssel, auf Einladung des Institut d’Esthétique Industrielle pour la Belgique et le Grand-Duché de Luxembourg. Beteiligung am ersten „Internationalen Kongress der Industrial Design Organisationen”, Stockholm.
1961 ICSID-Kongress, Venedig. „Design-Weekend”, Stockholm.
1962 „Formgebung in Deutschland”, eine vom Rat für Formgebung auf Einladung schwedischer Museen gezeigte Wanderausstellung. Ausstellungsorte: Karlstad, Orebro, Göteborg, Lund, Linköping, Stockholm, Sundsvall.
1963-1977 Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Schneider (Präsident).
1964 BIO 1, Biennale für Industriedesign, Ljubljana, Jugoslawien, Auswahl des deutschen Beitrages.
1965 „Ideal Home Exhibition”, London.
1966-1968 Fritz Gotthelf (Geschäftsführer).
1967 „Wastawa Wzzornietwa Przemystowego”/„Gute Industrieform der Bundesrepublik Deutschland” in Warschau und Krakau Weltausstellung in Montreal, Mitarbeit an der Konzeption des deutschen Beitrages.
1968 „Amtsstuben und Kontore 1968”, Beschaffung für Büro, Behörde, Botschaft: Eine Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Bonn in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Industrie- und Handelstag und dem Gestaltkreis im Bundesverband der deutschen Industrie.
1969 Prof. Robert Gutmann (Geschäftsführer). Erstmalige Ausschreibung und Verleihung des Bundespreises „Gute Form”. Die Erstpräsentation der prämierten Produkte und die Preisverleihung erfolgten anlässlich der Eröffnung der Deutschen Industrieausstellung in Berlin.
1970-1973 Prof. Gustav Stein (Geschäftsführer), Prof. Robert Gutmann (Fachlicher Leiter), Herbert Ohl (Fachlicher Leiter).
1970 „Gute Industrieform”, Ausstellung in Karachi, Pakistan „Deutsche Industrieausstellung” in Sao Paolo, Brasilien. Auf der Sonderschau werden u.a. die Ergebnisse des Bundespreises 1969 und 1970 gezeigt.
1971 Veröffentlichung des ersten Design Report.
1974-1979 Prof. Ernst-Jörg Kruttschnitt (Geschäftsführer).
1974 „Fünf Jahre Bundespreis Gute Form”, Ausstellung im Deutschen Museum, München. „Designed in Europe”, Dublin. Konzeption und Präsentation des offiziellen deutschen Ausstellungsbeitrages.
1975 Die erweiterte Ausstellung „Fünf Jahre Bundespreis Gute Form” wird mit dem neu hinzugekommenen Jahrgang 1975 nochmals im Deutschen Museum München ausgestellt Die Retrospektive des Bundespreises wird als Rahmenprogramm des „Kongresses der Außenwirtschaft” im Wiener Künstlerhaus gezeigt
1977-1986 Prof. Philipp Rosenthal, M.A., MdB (Präsident)
1977 „Warenqualität : Technik und Form - geprüft und bewertet” Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest. Die Ausstellung ist in Berlin, Kiel, Hamburg, Essen, Stuttgart, Bremen und Nürnberg in Kaufhäusern und Einkaufspassagen zu sehen.
1979 „Design 80”, eine Präsentation des Rat für Formgebung auf dem XI. ICSID-Kongreß in Mexico-City. Versuch einer kritischen Bilanz zur Situation des Designs in der Bundesrepublik und zur zukünftigen Verantwortung der Designer in Form einer 18- minütigen Multivisionsschau. Präsentation der Multivisionsschau „Design 80” im Museum of Modern Art, Rio de Janeiro. Die Multivisionsschau wird in der vom Rat für Formgebung herausgegebenen Reihe „Design Materialien” publiziert.
1980-1983 Herbert Ohl (Fachlicher Leiter).
1980 Großprojekt und laufende Präsentation im Ausstellungsbereich für die Teilnehmer des XI. ICSID Kongresses im Centre Pompidou, Paris.
1982 Designplus, Ideen- und Ausstellerwettbewerb im Rahmen der Frankfurter Messen „Premiere” und „Ambiente”. Träger: Initiative Form und Leben (Rat für Formgebung, Deutscher Industrie- und Handelstag, Messe Frankfurt). „Design und Arbeit”, Sonderschau im Rahmen der Internationalen Messe Lissabon, im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers.
1984-1986 Prof. Ernst-Jörg Kruttschnitt (Geschäftsführer), Ulrich Kern (Fachlicher Leiter).
1984 „Design - Vorausdenken für den Menschen”, eine Ausstellung im Auftrag des Bundesministers für innerdeutsche Beziehungen in Berlin (Ost), Leipzig (1985)
1985 „Design for Living”, Sonderschau mit einer Auswahl vorbildlich gestalteter Serienprodukte auf Einladung des Cape Town Chamber of Commerce im Rahmen der Internationalen Konsumgüter-Messe, Kapstadt.
1987-1997 Prof. Dr. h.c. Dieter Rams (Präsident)
1987-1990 Dr. Michael Erlhoff (Geschäftsführer und Fachlicher Leiter)
1987 Umzug des Rat für Formegbung von Darmstadt nach Frankfurt. „Gegenstand und Ritual”, eine Ausstellung mit begleitendem Symposium in den Räumen des Rat für Formgebung, Frankfurt.
1988 „Designed in Germany”, eine Ausstellung mit 25 hervorragend gestalteten deutschen Serienprodukten zum ersten Internationalen Design-Forum Singapur. Ausstellungsgestaltung: Andreas Brandolini
1989 „World Design Exhibition” in Nagoya, Japan. Präsentation der „Designed in Germany”- Ausstellung. 1990 „Designed in Germany"International Design Center New York „Design as a Complex Technology”, International Design Forum, Singapur. Design Workshop in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft Singapur und der TEMASEK Polytechnik/Singapur. „Designed in Germany”, Design Center Montreal „La Casa Europea”, Ausstellung und Symposium im Europäischen Patentamt, München in Kooperation mit dem Design Zentrum München. Der Rat für Formgebung konzipierte die Veranstaltung im Auftrag der Europäischen Gemeinschaft. Als Grundsatzpapier zur künftigen Design-Politik in Europa wurde die „Münchener Charta” verabschiedet.
1991 Christian Steguweit (Geschäftsführer und Fachlicher Leiter), Formwende? Ausstellung zum Thema Design in Deutschland. “Logo - Wort und Bildmarken. Schein oder Sein visueller Identitäten?” Arbeiten von Prof. Gunther Rambow mit begleitenden Vorträgen im Rahmen der Veranstaltungsreihe Design-Horizonte in Frankfurt „Designed in Germany”, Mexico City, die Ausstellung wird im Rahmen des 5. Aladi-Kongresses gezeigt „German Design Week” - Vortragsreihe, organisiert in Zusammenarbeit mit der TDC Gallery, dem Goethe-Institut, der German Business Association, der Hong Kong Polytechnic Swire School of Design, der Hong Kong Designers Association und der Chartered Society of Designers.
1992-1997 Dr. Hans Höger (Geschäftsführer und Fachlicher Leiter).
1992 Erstmalige Verleihung des Bundespreis Produktdesign. XVIII. Mailänder Triennale unter dem Titel „Design und Herausforderung Umwelt”. Konzeption und Präsentation des offiziellen deutschen Ausstellungsbeitrages „Der breite und die schmalen Wege”.
1993 Bundespreis für Förderer des Designs, erster Preisträger: Klaus Jürgen Maack. Bundespreis Produktdesign 1992: Wanderausstellung in Wien, Helsinki und Singapur.
1994 Bundespreis Produktdesign - Verleihung durch Wirtschaftsminister Dr. Günter Rexrodt. 1995 Bundespreis für Förderer des Designs, Preisträger: Lucius Burckhardt
1996 „Gestalt: Visions of German Design”, Kooperationspartner der internationalen Designkonferenz in Aspen (USA).
1997-2001 Randolf Rodenstock (Präsident).
1997 Bundespreis für Förderer des Designs, Verleihung an Rolf Fehlbaum.
output calls for input:, erstmalige Ausschreibung des internationalen Wettbewerbs für Grafikdesign-Studenten.
1998 Dieter Kretschmann (Kommissarischer Geschäftsführer). Bundespreis Produktdesign. Adrian Frutiger - Formen und Gegenformen, Ausstellung im Rat für Formgebung im Rahmen des Frankfurter Buchmesse.
seit 1999 Andrej Kupetz (Geschäftsführer und Fachlicher Leiter) „Anlage.1” - Bulletin des Rat für Formgebung „About Design”, temporäre Designbibiliothek des Rat für Formgebung
1999 Ausstellung und Symposium zum Bundespreis Produktdesign 1998 in der Deutschen Botschaft und dem Design Council, London Design is a Journey 2: Konfernez zum Thema „California/Germany - Global Trends and Cross Border Partnerships” Bundespreis Förderer des Design, Preisträger: Fritz Hahne „Open your Eyes”, Symposium zur Optica 2000, Köln
2000 Bundespreis Produktdesign, Verleihung durch Wirtschaftsminister Werner Müller
2001-2006 Helmut Lübke (Präsident)
2001 „Europa setzt Zeichen - Produkte für das 20. Jahrhundert”, Symposium in Kooperation mit der IHK Frankfurt Ausstellung zum Bundespreis Produktdesign 2000/2001, Möbelmesse Mailand, Ambiente Lifestyle Japan, Tokyo Bundespreis Förderer des Design, Preiträger: Herbert H. Schultes Materials Experience, zweitägige Konferenz und Tabletop-Messe in Kooperation mit der Messe Frankfurt.
seit 2002 Monatlicher E-Mail-Newsletters.
2002 Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2002/2003; Verleihung durch Bundespräsident Johannes Rau. „Architektur für Marken”, Symposium.
2003 „ideal house cologne” Konzeption der Sonderschauen imm cologne 2003. 05. Juni 2003 Erste deutsche Designdebatte in der Paulskirche Frankfurt anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Rat für Formgebung.
2006 DesignDeutschland, Ausstellung, Mori Arts Center, Tokyo. Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum – IDZ Berlin.
Weltmeister Design Deutschland, Ausstellung im Haus der Gegenwart, München
Signet des Rat für Formgebung. Anton Stankowski (1906-1998) entwarf das Signet des Rat für Formgbeung im Jahr 1960. Die Abbildung rechts zeigt Signetvariationen. Das Signet unten rechts ist bis heute in Gebrauch. In einem Gespräch mit Elisabeth Budde äußerte sich Anton Stankowski 1987 unter anderem so zu seinem Entwurf: „Ich stellte dabei den Aspekt in den Vordergrund, daß der Rat für Formgebung nach innen und außen zu wirken hatte – deswegen diese zwei Richtungen der Form.“
5.6.2003 » Permalink